Wärmedämmung
Ein Wärmedämmverbundsystem (abgekürzt WDVS) ist ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußen-
wänden. Man bezeichnet die gesamte Fassade des Gebäudes auch als Wärmedämmverbundfassade. Die Bezeichnungen Thermohaut und Vollwärmeschutz, die umgangssprachlich für WDVS stehen, sind irreführende Bezeichnungen und sollten deswegen vermieden werden.
Das Dämmmaterial (Dämmstoff) wird in Form von Platten oder Lamellen mit Hilfe von Kleber und/oder Dübel (Tellerdübel) auf dem bestehenden Untergrund (zum Beispiel Ziegel, Kalksand-
stein, Beton, …) befestigt und mit einer Armierungsschicht versehen. Die Armierungsschicht besteht aus einem Armierungsmörtel (Unterputz), in dem ein Armierungsgewebe eingebettet wird. Das Armierungsgewebe ist im oberen Drittel der Armierungsschicht angeordnet. Den Abschluss des Systems bildet ein Außenputz (Oberputz), der je nach Anforderung oder gestalterischen Aspekten aufgetragen wird.
Es geht um unsere Umwelt. Und um unsere Energieressourcen. Nachhaltigkeit ist gefragt. Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS), Kellerdecken- und Dachbodendämmungen tragen dazu bei, Emissionen zu minimieren, die Energieausbeute zu verbessern und Heizkosten deutlich zu reduzieren. Unsere Produkte und Verfahren entsprechen den strengen Normen
der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Weil wir in Systemen denken, bieten wir Ihnen mit unseren WDVS Konzepten integrierte Komplettlösungen - von der Montageverankerung bis zur Schlussbeschichtung. Ihr Vorteil: Maximale Wirtschaftlichkeit bei der Auftragsausführung.
Wärmedämmung wird unterteilt in verschiedene Systeme 1-6. Wir führen alle Systeme aus, vorwiegend jedoch im System 1 von Brillux: Premium Dämmsystem auf Basis von EPS-Hart-
schaum mit Klebeschaumtechnik. Schwer entflammbar (B1) bzw. normal entflammbar (B2) nach DIN 4102.
Bei diesem System können jedoch kein mineralischer Oberputz, sondern nur ein organischer (künstlich hergestellter) Oberputz verwendet werden. Jedoch bieten wir auch – je nach Wunsch – andere Dämmsysteme an.
System 3 führen wir auch aus, falls jemand die biologischen Mineralwolle-Dämmplatten bevorzugt. Im Aufbau wird dann mineralisch vorgegangen, das bedeutet mineralische Kleber, Armierungsmasse und Oberputz. Der Vorteil: Mineralische Sachen nehmen Feuchtigkeit in gewissem Masse auf und geben diese langsam wieder ab, sie sind algen- und pilzhemmend und auch als feiner Filzputz erhältlich.
Bei öffentliche Gebäuden ab einer gewissen Größe ist die mine-
ralische Variante mit nicht entflammbaren Dämmplatten aus Mineralwolle wegen Brandschutzs-Bestimmungen gesondert vorgeschrieben.
Aufbau:
- Untergrund vorbereiten
- Fensterbanksysteme einbauen
- Dämmplatten kleben
- Dämmplatten dübeln
- Armierung aller Kanten und Ecken
- Armierungsschicht ausbilden (vollflächiges Einsetzen der
Fläche, anschließendes Einarbeiten und Verschlichten eines
Glasfaser-Gittergewebes) – zur Überbrückung und
Vermeidung von Rissen.
- Auftragen und Strukturieren des Oberputzes
- Eventuelle farbliche Beschichtung der Flächen zur
Verschönerung und zum Schutz vor Abrasion, Algen,
Pilzen und UV-Ausbleichung.
